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Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Auswirkungen von täglich bewegtem Mathematikunterricht auf die mathematische Leistungsfähigkeit und Motivation von Volksschulkindern. Zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass körperliche Aktivität nicht nur die Gesundheit fördert, sondern auch kognitive Prozesse und Lernbereitschaft positiv beeinflussen kann. Vor diesem Hintergrund wurde die zentrale Hypothese aufgestellt, dass bewegter Mathematikunterricht nachhaltiges Lernen unterstützt und zu besseren Leistungen führt als herkömmlicher Unterricht. Die Untersuchung basiert auf einer Interventionsstudie über sechs Wochen an einer Volksschule in Vorarlberg, in der die Interventionsgruppe täglich körperlich aktiv in Mathematikaufgaben eingebunden wurde, während eine Kontrollgruppe traditionellen Frontalunterricht erhielt. Die Ergebnisse zeigen, dass es im Hinblick auf die mathematische Leistungsfähigkeit innerhalb des kurzen Zeitraums keinen signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen gab, was auf die begrenzte Dauer der Intervention und spezifische Rahmenbedingungen zurückgeführt wird, die in der Arbeit detailliert erläutert werden. Hinsichtlich der Motivation zeigten die Schülerinnen und Schüler eine hohe Lernbereitschaft, und die Mehrheit der Kinder äußerte den Wunsch, weiterhin bewegten Mathematikunterricht zu erhalten. Die Arbeit liefert sowohl theoretische Grundlagen zu den entwicklungspsychologischen, lern- und lehrplanspezifischen Voraussetzungen für Mathematiklernen als auch empirische Hinweise auf die motivationalen Vorteile bewegter Unterrichtsformen. Die Ergebnisse unterstützen die Relevanz von bewegtem Lernen für die Unterrichtsgestaltung und bieten praktische Hinweise für die Umsetzung in der Volksschule.
Die Erstellung einer Schulhomepage als kooperativer Prozess am Beispiel der Volksschule Schoppernau
(2026)
Die digitale Öffentlichkeitsarbeit von Schulen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Schulhomepages nehmen dabei eine zentrale Rolle als Informations- und Kom-munikationsplattform ein. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Entwicklung ei-ner Schulhomepage an der Volksschule Schoppernau als kooperativen Prozess zu planen, umzusetzen und zu evaluieren. Methodisch basiert die Arbeit auf einem qualitativ-formativ ausgerichteten For-schungsdesign. Hierzu wurden Interviews mit den Lehrpersonen geführt sowie eine anschließende Evaluation der erstellten Webseite durch die Eltern mittels Fragebogen durchgeführt.
Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere die Einbindung der Lehrpersonen, eine klare Strukturierung der Inhalte und eine benutzerfreundliche Gestaltung entscheidende Erfolgsfaktoren darstellen. Die Evaluation durch die Eltern bestä-tigt eine überwiegend positive Wahrnehmung der entwickelten Schulhomepage. Die Arbeit verdeutlicht, dass eine kooperative Herangehensweise wesentlich zum Erfolg der Homepageentwicklung beiträgt und als Modell für andere Schulen dienen kann.
In der vorliegenden Masterarbeit wird untersucht, wie die Umsetzung inklusiver Bildung an Schulen mit besonderen sozialen Herausforderungen aus der Perspektive von Lehrpersonen gelingt. Ziel der qualitativen Studie ist es, das Spannungsfeld zwischen der pädagogischen Vision und der schulischen Umsetzungspraxis an sogenannten Brennpunktstandorten zu beleuchten. Hierfür wurden drei leitfadengestützte Interviews mit Lehrpersonen einer Vorarlberger Volksschule durchgeführt und mithilfe der inhaltlich strukturierenden Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass die Lehrpersonen Inklusion primär als positive pädagogische Haltung und soziale Bereicherung erleben. Dabei überträgt sich die Offenheit der Lehrkräfte unmittelbar auf das soziale Miteinander, sodass die Schüler:innen Vielfalt als Normalität akzeptieren und eine intuitive Hilfsbereitschaft entwickeln. Dieser visionäre Anspruch wird jedoch durch belastende Rahmenbedingungen erschwert: Ein eklatanter Mangel an personellen Ressourcen sowie ein hoher administrativer Dokumentationsaufwand führen zu massiven Belastungen und dem Gefühl pädagogischer Isolation. Die Arbeit verdeutlicht zudem, dass soziale Ungleichheit im System dadurch verfestigt wird, dass strukturelle Defizite maßgeblich durch den persönlichen Kraftakt der Lehrkräfte kompensiert werden müssen. Da der Bildungserfolg somit von der individuellen Belastbarkeit der Lehrkraft abhängt, anstatt durch systemische Strukturen abgesichert zu sein, bleibt die Benachteiligung von Kindern aus bildungsfernen Milieus faktisch bestehen.
Vor diesem Hintergrund schließt sich die Arbeit der bildungspolitischen Forderung nach einer bedarfsorientierten Ressourcensteuerung über einen Chancen-Index an. Dieser wird von Akteuren wie der Arbeiterkammer sowie der Schulentwicklungsforschung gegenüber der Bildungsadministration gefordert, um die Verantwortung für das Gelingen von Inklusion von der individuellen Ebene zurück auf die Systemebene zu verlagern.
Diese Masterarbeit behandelt zwei wesentliche Übergänge im österreichischen Bildungssystem: den Wechsel vom Kindergarten zur Volksschule und den Wechsel von der Volksschule zur Sekundarstufe I. Beide Übergänge sind bedeutende Entwicklungsphasen, in denen sich institutionelle Anforderungen, soziale Kontexte und die individuellen Erwartungen der Kinder und ihrer Familien verändern. Übergänge sind nicht nur organisatorische Wechsel, sondern prägen Bildungswege nachhaltig und können sowohl neue Chancen bieten als auch Unsicherheiten und Benachteiligungen verstärken. Die Arbeit hat das Ziel, diese Übergangsprozesse sowohl theoretisch als auch empirisch zu untersuchen und die Wahrnehmungen sowie Erfahrungen der beteiligten Akteurinnen und Akteure sichtbar zu machen. Der theoretische Abschnitt behandelt unter anderem gesetzliche Rahmenbedingungen, historische Entwicklungen von Bildungsübergängen sowie wesentliche Einflussfaktoren wie Schulreife, soziale Herkunft, Leistungsbeurteilung und institutionelle Strukturen. Zusätzlich werden pädagogische Unterstützungsmaßnahmen sowie Konzepte zur Gestaltung erfolgreicher Übergänge präsentiert. Der empirische Teil stützt sich auf ein qualitatives Forschungsdesign, das leitfadengestützte Interviews umfasst. In zwei Teilstudien werden zum einen die Sichtweisen der Eltern auf den Übergang vom Kindergarten in die Volksschule und zum anderen die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler beim Übergang von der Volksschule in die Sekundarstufe I untersucht. Die Auswertung wird mit einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring durchgeführt. Die Ergebnisse der ersten Teilstudie zeigen, dass der Übergang in die Volksschule überwiegend als positiv und weitgehend unproblematisch wahrgenommen wird. Die Kinder erleben den Schuleintritt vor allem mit Vorfreude und Stolz, während Unsicherheiten eher auf Seiten der Eltern auftreten. Als zentrale Gelingensbedingungen erweisen sich strukturierte Unterstützungsmaßnahmen, transparente Kommunikation sowie persönlicher Kontakt. Herausforderungen ergeben sich vor allem durch organisatorische Unklarheiten sowie durch eine als unübersichtlich empfundene Informationsweitergabe. Insgesamt wird deutlich, dass weniger der Übergang an sich, sondern vielmehr dessen Gestaltung entscheidend für das Erleben ist. In der zweiten Teilstudie wird sichtbar, dass der Übergang in die Sekundarstufe I von den Schülerinnen und Schülern als emotional bedeutsame und vielschichtige Phase erlebt wird. Neben positiven Gefühlen wie Vorfreude, anfänglicher Orientierungslosigkeit, insbesondere im Hinblick auf die neue Schulumgebung, die Größe der Schule sowie veränderte soziale Strukturen. Auch die neuen Anforderungen im schulischen Alltag und die Umstellung auf mehrere Lehrpersonen werden als herausfordernd beschrieben. Gleichzeitig wird deutlich, dass unterstützende Faktoren wie soziale Einbindung, Orientierungshilfen und eine schrittweise Eingewöhnung den Übergang erleichtern und zu einem positiven Erleben beitragen können. Auf Basis der Ergebnisse wird deutlich, dass gelingende Übergänge sowohl von strukturellen als auch von sozialen und individuellen Faktoren abhängen. Während beim Übergang in die Volksschule insbesondere transparente Kommunikation, institutionelle Zusammenarbeit und unterstützende Maßnahmen für Eltern und Kinder von Bedeutung sind, zeigt sich beim Übergang in die Sekundarstufe I die Relevanz von Orientierung, sozialer Eingewöhnung und der Umgang mit neuen Anforderungen im Vordergrund. Insgesamt wird die Bedeutung einer bewusst gestalteten und kindzentrierten Begleitung von Bildungsübergängen deutlich.
Fehler sind Helfer
(2025)
Das Konzept des Growth Mindsets basiert auf der Überzeugung, dass
Fähigkeiten und Intelligenz nicht festgelegt sind, sondern durch Anstrengung, kontinuierlichem Lernen und gezielten Strategien weiterentwickelt werden können. Das Konzept fördert eine positive Einstellung zum Lernen, ermutigt dazu, Fehler als Lernchance zu sehen und nicht vor Herausforderungen zurückzuschrecken. In engem Zusammenhang zum Growth Mindset stehen die Aspekte Selbstkonzept, Selbstwert und Achtsamkeit. Diesen Begriffen kommt im schulischen Kontext eine zentrale Rolle zu, da sie von großer Bedeutung für die
Persönlichkeitsentwicklung sind. Das Konzept des Growth Mindsets ist daher besonders in der Volksschule von großer Relevanz, da es einen bedeutenden Beitrag zur Förderung der Lernmotivation sowie zur Persönlichkeitsentwicklung der Kinder leisten kann.
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit den Forschungsfragen, wie bekannt das Konzept des Growth Mindsets an den Volksschulen in Vorarlberg ist und inwieweit es bereits im schulischen Alltag Anwendung findet. Zur Beantwortung der Forschungsfragen wurde eine quantitative Erhebung mittels Online-Fragebogen durchgeführt. Dieser enthält auch offene Fragen, um qualitative Einblicke in persönliche Sichtweisen der befragten Lehrpersonen zu erhalten und ein tieferes Verständnis der Thematik zu erlangen. Die Ergebnisse zeigen, dass das Konzept bislang noch nicht weitverbreitet ist, aber dennoch ein großes Interesse daran besteht, dieses in Zukunft im eigenen Unterricht zu integrieren. Diese Masterarbeit dient daher nicht nur der Erkenntnisgewinnung, sondern setzt auch einen Impuls, Lehrpersonen mit dem Konzept des Growth Mindsets vertraut zu machen und sie zu einer vertieften Auseinandersetzung anzuregen.
Insgesamt zeigt die Masterarbeit auf, dass das Konzept des Growth Mindsets ein wirkungsvoller Ansatz zur Stärkung der Lern- und Entwicklungsprozesse von Kindern sein kann, jedoch benötigt dessen Umsetzung eine bewusste Auseinandersetzung und sollte daher vermehrt im Studium oder in Fort- und Weiterbildungen verankert werden.
Der Eintritt in den Lehrberuf stellt eine kritische Phase dar, die oft von einer Diskrepanz zwischen hoher anfänglicher Motivation und der komplexen schulischen Realität geprägt ist(Keller-Schneider, 2020).
Das beeinflusst besonders das subjektive Wohlbefinden von Berufseinsteiger:innen. Die vorliegende Arbeit untersucht die spezifischen Einflussfaktoren auf das subjektive Wohlbefinden von Volksschullehrpersonen in den ersten Berufsjahren sowie deren individuelle Bewältigungsstrategien. Den theoretischen Rahmen bilden das Wohlbefindensmodell nach Becker (1991) und die berufsphasenspezifischen Entwicklungsaufgaben nach Keller-Schneider (2020). Zur Beantwortung der Forschungsfrage„Welche spezifischen Einflussfaktoren erleben Volksschullehrpersonen in ihren ersten Berufsjahren als besonders relevant für ihr Wohlbefinden, und welche Bewältigungsstrategien wenden sie an oder erachten sie als hilfreich im Umgang mit diesen Faktoren?“ wurden leitfadengestützte Interviews mit zwei Berufseinsteigerinnen aus Vorarlberg geführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Kuckartz (2018) ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass das subjektive Wohlbefinden ein hochdynamisches mehrdimensionales Konstrukt ist, der unmittelbar an die erfolgreiche Bewältigung der Entwicklungsaufgaben gekoppelt ist. Während administrative Hürden und die intensive Emotionsarbeit als primäre Stressoren wirken, stellt die informelle soziale Einbindung in das Kollegium den wichtigsten entlastenden Schutzfaktor dar. Zudem belegt die Untersuchung einen zentralen Reifeprozess. Die Lehrpersonen entwickeln sich von einem anfänglich reaktiven Erleben hin zu einem proaktiven, selbstwirksamen Handeln. Dieser Wandel wird durch Strategien der bewussten räumlich -zeitlichen Abgrenzung und präventive Beziehungsarbeit im Klassenzimmer gestützt. Die Arbeit verdeutlicht, dass neben formellen Mentoring - Programmen vor allem die aktive Förderung von Resilienz und informellen Kooperationskulturen entscheidend ist, um die Gesundheit der Lehrkräfte und damit die Qualität des Unterrichts langfristig zu sichern.
Kurzfilme sind wie Gedichte
(2025)
Metaphern sind ein essenzieller Bestandteil unserer Sprache und prägen unser Denken. Doch wie nehmen Kinder die metaphorische Bildsprache wahr? Diese Masterarbeit untersucht das Metaphernverständnis von Volksschulkindern anhand des animierten Kurzfilmes Float (2019).
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, zu verdeutlichen, dass Filme als moderne Ausdrucksform ebenso wirkungsvoll im Schulunterricht eingesetzt werden können wie Gedichte. Sie bieten eine kreative und vielseitige Möglichkeit, sprachliche und emotionale Kompetenzen zu fördern. Durch die Analyse des metaphorischen erständnisses von Kindern, anhand des Kurzfilmes Float, wird deutlich, dass filmische Erzählweisen tiefgehende Reflexionen und emotionale Zugänge ermöglichen – ähnlich wie poetische Texte. Dies unterstreicht das Potenzial von Filmen, den Unterricht damit nicht nur zu bereichern, sondern ihn auch zeitgemäß und abwechslungsreich zu gestalten.
Um die Forschungsfrage, welche Mehrdeutigkeitspotenziale sowohl im Medium Film als auch bei Schülerinnen und Schülern der Grundstufe II zu finden sind, beantworten zu können, werden drei methodische Ansätze der qualitativen Forschung kombiniert.
Die Ergebnisse zeigen, dass Volkschulkinder ein erstaunlich differenziertes Verständnis für bildsprachliche Elemente entwickeln können. Zudem sind sie in der Lage, kritisch über zentrale Themen des Filmes, wie soziale Anpassung, Freiheit und individuelle Identität, zu reflektieren. Auch offenbart die Analyse ein Spannungsfeld zwischen Identifikation mit der Hauptfigur und dem Bewusstsein für gesellschaftliche Erwartungen.
Geschlechtergerechtigkeit
(2024)