371 Schulen, schulische Tätigkeiten; Sonderpädagogik
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Das Churermodell
(2026)
In der vorliegenden Masterarbeit mit dem Titel „Das Churermodell – Ein Wegweiser inklusiver Unterrichtsentwicklung im Umgang mit Heterogenität in der Grundschule“ wird untersucht, wie Lehrpersonen das Churermodell in ihrem Unterricht umsetzen. Zudem wird analysiert, wie sie die Gestaltung inklusiver Lernsettings in heterogenen Klassen dabei erleben und welche Chancen sowie Herausforderungen sich daraus für die Unterrichtspraxis ergeben. Vor dem Hintergrund einer hohen Heterogenität in Grundschulklassen (Schnebel et al., 2025) gewinnt die Gestaltung inklusiver Lernumgebungen an Bedeutung, die sowohl die individuelle Förderung als auch das gemeinsames Lernen ermöglichen. Das Churermodell wird in diesem Zusammenhang als ein Ansatz verstanden, der offene Lernarrangements und selbstständiges Lernen in den Mittelpunkt stellt (Lutz & Thöny, 2024). Methodisch basiert die Arbeit auf einer qualitativen Untersuchung, in deren Rahmen Leitfadeninterviews mit Lehrpersonen durchgeführt wurden, die bereits Erfahrung mit der Umsetzung und Anwendung des Churermodells haben. Die Interviews dienen dazu, subjektive Einschätzungen zur Anwendbarkeit und Wirksamkeit des Churermodells sowie zur professionellen Weiterentwicklung im Umgang mit Heterogenität und Inklusion zu erfassen. Die Auswertung der erhobenen Daten erfolgt mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Kuckartz und Rädiker (2024). Zur Einordnung der Ergebnisse werden zu Beginn der Masterarbeit die theoretischen Grundlagen zu Heterogenität, inklusiver Unterrichtsentwicklung und dem Churermodell dargestellt. Die Ergebnisse zeigen, dass das Churermodell von Lehrpersonen als Unterstützung für individualisierte Lernprozesse von SchülerInnen und eine stärkere SchülerInnenorientierung wahrgenommen wird. Gleichzeitig spielt die professionelle Handlungskompetenz der Lehrperson eine zentrale Rolle, insbesondere Erfahrungen im Umgang mit heterogenen Lerngruppen sowie die Bereitschaft, traditionelle Unterrichtsstrukturen zu verändern.
Ziel dieser Arbeit ist es zum einen, einen theoretischen Hintergrund zu schaffen, was unter auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen in der Literatur und der Wissenschaft verstanden wird. So wird die Grundlage für den empirischen Teil gelegt. Dies wurde auch als erste Forschungsfrage formuliert. Die zweite Forschungsfrage beinhaltet die Unterstützungsmöglichkeiten und Hilfestellungen an Regelschulen für Kinder mit AVWS. Zur Beantwortung wurden diese aus der Literaturrecherche genommen, verglichen und beschrieben. Zum anderen wurden die Erfahrungen von Vorarlberger Lehrpersonen zusammengetragen, die mit betroffenen Kindern gearbeitet haben. Im empirischen Teil dieser Arbeit werden zunächst die Forschungsfragen erläutert, sowie die verwendete Untersuchungsmethode und den Untersuchungsablauf beschrieben. Die zwei weiteren Forschungsfragen wurden so formuliert, dass die Beantwortung durch das Untersuchungsinstrument eines Online-Fragebogens möglich wurde. Wie im oberen Abschnitt schon erwähnt, wurde bei der Befragung der Fokus vor allem auf die Erfahrungen und Erkenntnisse der Lehrpersonen in Vorarlberg gelegt, die mit Kindern mit auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen und insbesondere mit FM-Anlagen gearbeitet hatten. Am Ende folgt eine Interpretation und Diskussion der vorangegangenen Auswertungsergebnisse der Untersuchung und der Vergleich zu einer Studie von Phonak und dem Ausdruck des beantworteten Befragungsrasters zu FM-Anlagen im Schuljahr 2021/22 des Landeszentrum für Hörgeschädigte – Abteilung Hörtechnik.
In der vorliegenden Masterarbeit werden die Chancen und Herausforderungen interkultureller Bildungspartnerschaften zwischen Eltern und Lehrkräften untersucht. Ebenso welche Handlungsempfehlungen sich daraus für Lehrkräfte ableiten lassen. Ziel der Arbeit ist es, herauszufinden warum es Chancen und Herausforderungen in einer interkulturellen Bildungspartnerschaft gibt. Interkulturelle Bildungspartnerschaften weisen große Chancen auf, insbesondere im Hinblick auf den Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zwischen Eltern und Lehrkräften und in Bezug auf den Bildungserfolg von Schüler:innen. Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Partnerschaften durch Herausforderungen wie sprachliche Barrieren, unterschiedliche Bildungsverständnisse und herausfordernde Lebenslagen von Familien erschwert werden können. Auf Basis der empirischen Befunde wurden folgende Handlungsempfehlungen für Lehrkräfte herausgearbeitet: Insbesondere die Bedeutung einer reflektierten professionellen Haltung von Lehrkräften. Falls sprachliche Barrieren vorhanden sind, ist es essenziell Dolmetscher:innen als neutrale Vermittler:innen miteinzubeziehen. Aber auch niederschwellige Angebote, um die Eltern aktiv an die Schule zu holen, müssen etabliert werden. Die Arbeit leistet zusammengenommen einen Beitrag zur aktuellen Forschung im Bereich der interkulturellen Bildung, indem sie unterschiedliche Expert:innenperspektiven zusammenführt und praxisnahe Implikationen für die schulische Umsetzung interkultureller Bildungspartnerschaften aufzeigt.
Diese Masterarbeit untersucht das Potenzial der webbasierten Plattform Chrome Music Lab zur Erweiterung und Bereicherung des Musikunterrichts im Volksschulkontext. Ziel ist es, die didaktischen Chancen und praktischen Herausforderungen des Einsatzes digitaler Musiktools zu analysieren. Auf Basis musikpädagogischer Theorien sowie aktueller Forschung zur Digitalisierung im Unterricht wird das Tool hinsichtlich seiner Funktionen, didaktischen Einsatzmöglichkeiten und technischer Voraussetzungen beleuchtet. Ergänzend erfolgt eine empirische Erhebung mittels qualitativer Interviews mit Lehrpersonen, um deren Erfahrungen, Perspektiven und Einschätzungen einzubeziehen. Die Ergebnisse zeigen, dass Chrome Music Lab von den befragten ehrpersonen überwiegend positiv bewertet wird. Besonders hervorgehoben werden die hohe Motivation der Schülerinnen und Schüler, der spielerische Zugang zu musikalischen Inhalten sowie Möglichkeiten zur kreativen und individuellen Auseinandersetzung mit Musik. Gleichzeitig werden praktische Herausforderungen, insbesondere im Zusammenhang mit technischer Ausstattung und organisatorischen Rahmenbedingungen, deutlich. Die Arbeit beleuchtet die Potenziale digitaler Werkzeuge für die musikalische Förderung von Schülerinnen und Schüler im Volksschulalter. Sie versteht sich als Beitrag zur Diskussion über eine zeitgemäße, mediengestützte Musikpädagogik im schulischen Kontext und richtet sich insbesondere an Lehrkräfte sowie bildungspolitische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger.
In der vorliegenden Masterarbeit wird untersucht, wie die Umsetzung inklusiver Bildung an Schulen mit besonderen sozialen Herausforderungen aus der Perspektive von Lehrpersonen gelingt. Ziel der qualitativen Studie ist es, das Spannungsfeld zwischen der pädagogischen Vision und der schulischen Umsetzungspraxis an sogenannten Brennpunktstandorten zu beleuchten. Hierfür wurden drei leitfadengestützte Interviews mit Lehrpersonen einer Vorarlberger Volksschule durchgeführt und mithilfe der inhaltlich strukturierenden Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass die Lehrpersonen Inklusion primär als positive pädagogische Haltung und soziale Bereicherung erleben. Dabei überträgt sich die Offenheit der Lehrkräfte unmittelbar auf das soziale Miteinander, sodass die Schüler:innen Vielfalt als Normalität akzeptieren und eine intuitive Hilfsbereitschaft entwickeln. Dieser visionäre Anspruch wird jedoch durch belastende Rahmenbedingungen erschwert: Ein eklatanter Mangel an personellen Ressourcen sowie ein hoher administrativer Dokumentationsaufwand führen zu massiven Belastungen und dem Gefühl pädagogischer Isolation. Die Arbeit verdeutlicht zudem, dass soziale Ungleichheit im System dadurch verfestigt wird, dass strukturelle Defizite maßgeblich durch den persönlichen Kraftakt der Lehrkräfte kompensiert werden müssen. Da der Bildungserfolg somit von der individuellen Belastbarkeit der Lehrkraft abhängt, anstatt durch systemische Strukturen abgesichert zu sein, bleibt die Benachteiligung von Kindern aus bildungsfernen Milieus faktisch bestehen.
Vor diesem Hintergrund schließt sich die Arbeit der bildungspolitischen Forderung nach einer bedarfsorientierten Ressourcensteuerung über einen Chancen-Index an. Dieser wird von Akteuren wie der Arbeiterkammer sowie der Schulentwicklungsforschung gegenüber der Bildungsadministration gefordert, um die Verantwortung für das Gelingen von Inklusion von der individuellen Ebene zurück auf die Systemebene zu verlagern.
Der Eintritt in den Lehrberuf stellt eine kritische Phase dar, die oft von einer Diskrepanz zwischen hoher anfänglicher Motivation und der komplexen schulischen Realität geprägt ist(Keller-Schneider, 2020).
Das beeinflusst besonders das subjektive Wohlbefinden von Berufseinsteiger:innen. Die vorliegende Arbeit untersucht die spezifischen Einflussfaktoren auf das subjektive Wohlbefinden von Volksschullehrpersonen in den ersten Berufsjahren sowie deren individuelle Bewältigungsstrategien. Den theoretischen Rahmen bilden das Wohlbefindensmodell nach Becker (1991) und die berufsphasenspezifischen Entwicklungsaufgaben nach Keller-Schneider (2020). Zur Beantwortung der Forschungsfrage„Welche spezifischen Einflussfaktoren erleben Volksschullehrpersonen in ihren ersten Berufsjahren als besonders relevant für ihr Wohlbefinden, und welche Bewältigungsstrategien wenden sie an oder erachten sie als hilfreich im Umgang mit diesen Faktoren?“ wurden leitfadengestützte Interviews mit zwei Berufseinsteigerinnen aus Vorarlberg geführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Kuckartz (2018) ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass das subjektive Wohlbefinden ein hochdynamisches mehrdimensionales Konstrukt ist, der unmittelbar an die erfolgreiche Bewältigung der Entwicklungsaufgaben gekoppelt ist. Während administrative Hürden und die intensive Emotionsarbeit als primäre Stressoren wirken, stellt die informelle soziale Einbindung in das Kollegium den wichtigsten entlastenden Schutzfaktor dar. Zudem belegt die Untersuchung einen zentralen Reifeprozess. Die Lehrpersonen entwickeln sich von einem anfänglich reaktiven Erleben hin zu einem proaktiven, selbstwirksamen Handeln. Dieser Wandel wird durch Strategien der bewussten räumlich -zeitlichen Abgrenzung und präventive Beziehungsarbeit im Klassenzimmer gestützt. Die Arbeit verdeutlicht, dass neben formellen Mentoring - Programmen vor allem die aktive Förderung von Resilienz und informellen Kooperationskulturen entscheidend ist, um die Gesundheit der Lehrkräfte und damit die Qualität des Unterrichts langfristig zu sichern.
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die von Lehrpersonen wahrgenommenen Herausforderungen, Chancen und Hilfsmittel in der Planung sowie der Umsetzung im jahrgangsübergreifenden Unterricht. Dazu werden drei leitende Forschungsfragen bearbeitet: Welche Herausforderungen und Chancen nehmen die Lehrkräfte im jahrgangsübergreifenden Unterricht wahr? Welche Herausforderungen und Chancen nehmen die Lehrkräfte im jahrgangsübergreifenden Unterricht bei der praktischen Umsetzung wahr? Welche Hilfsmittel helfen den befragten Lehrkräften bei der Planung und Umsetzung des jahrgangsübergreifenden Unterrichts?
Ziel der Arbeit ist es, sowohl quantitative Zusammenhänge als auch qualitative Perspektiven der Lehrpersonen zu erfassen. Hierfür wurde ein Mixed-Methods-Design gewählt, in Form einer Online-Umfrage (n=32) mit geschlossenen und offenen Fragen.
Die Ergebnisse zeigen, dass der hohe Planungsaufwand, die Heterogenität der Lernenden und die Koordinationsplanung des Unterrichts als zentrale Herausforderungen in der Planung wahrgenommen werden. Zugleich werden jedoch Chancen wie das Einbinden vom Peer-Learning sowie die entstehende natürliche Förderung und Forderung der Lernenden betont.
In der Umsetzung des jahrgangsübergreifenden Unterrichts gelten vor allem die kognitive Belastung und verschiedene Störfaktoren als herausfordernd. Dem gegenüber überwiegen die wahrgenommenen Chancen: Peer-Learning, Förderung sozialer Kompetenzen, Lernen nach Kompetenzen und gesteigerte Lernmotivation.
Als unterstützende Hilfsmittel nennen die Lehrkräfte neben dem Peer-Learning vor allem strukturierende Rituale, klare Lernarrangements sowie Unterrichtsmethoden wie Stationsarbeit und Wochenpläne, welche zum kontinuierlichen Unterrichtsfluss beitragen.
Educational assessment practices substantially shape the educational trajectories of students with migration backgrounds and can, under certain conditions, contribute to the reproduction of social hierarchies by privileging dominant cultural and linguistic capital. Informed by Mecheril’s theorization of schools as sites of norm production in migration societies and Prengel’s concept of non-degrading, participatory pedagogy, this thesis investigates how structural arrangements and pedagogical approaches in Austria and Finland condition the fairness of grading for migrant students. It examines grading not as a neutral technical procedure but as a relational and inherently political practice embedded in broader power relations.
Methodologically, the study adopts a mixed-methods design that combines a systematic literature review, practitioner-based inquiry in Austrian schools, and empirical classroom observations and interviews in a Finnish university-affiliated training school. This design enables an analysis of how meritocratic ideals, migration-related diversity, and ethical claims to inclusion intersect in assessment practices. The findings indicate that in Austria, early tracking, a strong reliance on standardized German language proficiency, and the uneven integration of intercultural and migration pedagogical perspectives in teacher education can restrict the potential for equitable assessment. In Finland, by contrast, delayed tracking, systematic use of formative assessment, language-aware curricula, and multi-professional collaboration tend to support more inclusive grading practices that better accommodate learners’ diverse linguistic repertoires and developmental trajectories, although these advantages are mediated by institutional resources and local conditions.
The thesis argues—drawing on Prengel’s ethics of recognition and Mecheril’s critique of deficit-oriented constructions of the “Other”—that enhancing fairness in grading requires coherent, system-wide reform that aligns assessment policies, teacher education, and school culture with principles of social justice. In particular, the integration of multilingual assessment practices, including translanguaging-oriented approaches, is discussed as a means of enabling more valid demonstrations of subject knowledge and responding to UNESCO’s call for inclusive, linguistically responsive education. Advancing equity in grading is thus shown to depend not only on individual teacher dispositions but also on sustained institutional and policy commitments to diversity-aware, reflexive, and participatory assessment regime.
Auswirkungen verbesserter Informationsdarstellungen von Deutsch-Lehrbücher im Primarstufenbereich
(2025)
Betrachtet man den aktuellen Stand wissenschaftlicher Literatur zur Typografie, so sieht man deutlich, dass ihre Relevanz in Fragen der Lesbarkeit unumstritten ist. Ironischerweise findet diese Auseinandersetzung gerade im Bezug auf Leseanfänger und -anfängerinnen bzw. im Kontext der Pädagogik der Primarstufe noch kaum statt. Diese Arbeit unterwirft das Schulbuch einer (typo-)grafischen Analyse und versucht, damit einen Teil zur Schließung dieser Forschungslücke beizutragen.
Classroom Management
(2025)
Ziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, wie Lehrpersonen in der Volksschule Aspekte des Classroom Managements einsetzen, um Unterrichtsstörungen vorzubeugen und angemessen darauf zu reagieren. Die Forschungsfrage lautet: Welche Aspekte des Classroom Managements werden von Lehrpersonen in der Volksschule zur Prävention und Intervention von Unterrichtsstörungen herangezogen?
Unterrichtsstörungen zählen zu den größten Herausforderungen im schulischen Alltag und beeinträchtigen sowohl den Lernprozess als auch das Unterrichtsklima. Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, wirksame Präventions- und Interventionsstrategien zu identifizieren, die im Rahmen des Classroom Managements eine erfolgreiche Unterrichtsgestaltung ermöglichen.
Im theoretischen Teil werden grundlegende Begriffsklärungen, Ursachen und Formen von Unterrichtsstörungen erarbeitet sowie zentrale Konzepte des Classroom Managements vorgestellt. Anschließend werden praxisnahe Ansätze zur Störungsprävention und zum professionellen Umgang mit schwierigen Unterrichtssituationen erläutert.
Der empirische Teil basiert auf qualitativen Leitfadeninterviews mit vier Volksschullehrpersonen. Die Auswertung erfolgt mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz. Ziel ist es, praxisbezogene Einblicke in konkrete Handlungsmuster zu gewinnen und zentrale Strategien herauszuarbeiten, mit denen Unterrichtsstörungen in der Volksschule begegnet werden kann.