371 Schulen, schulische Tätigkeiten; Sonderpädagogik
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Die vorliegende Masterarbeit untersucht die von Lehrpersonen wahrgenommenen Herausforderungen, Chancen und Hilfsmittel in der Planung sowie der Umsetzung im jahrgangsübergreifenden Unterricht. Dazu werden drei leitende Forschungsfragen bearbeitet: Welche Herausforderungen und Chancen nehmen die Lehrkräfte im jahrgangsübergreifenden Unterricht wahr? Welche Herausforderungen und Chancen nehmen die Lehrkräfte im jahrgangsübergreifenden Unterricht bei der praktischen Umsetzung wahr? Welche Hilfsmittel helfen den befragten Lehrkräften bei der Planung und Umsetzung des jahrgangsübergreifenden Unterrichts?
Ziel der Arbeit ist es, sowohl quantitative Zusammenhänge als auch qualitative Perspektiven der Lehrpersonen zu erfassen. Hierfür wurde ein Mixed-Methods-Design gewählt, in Form einer Online-Umfrage (n=32) mit geschlossenen und offenen Fragen.
Die Ergebnisse zeigen, dass der hohe Planungsaufwand, die Heterogenität der Lernenden und die Koordinationsplanung des Unterrichts als zentrale Herausforderungen in der Planung wahrgenommen werden. Zugleich werden jedoch Chancen wie das Einbinden vom Peer-Learning sowie die entstehende natürliche Förderung und Forderung der Lernenden betont.
In der Umsetzung des jahrgangsübergreifenden Unterrichts gelten vor allem die kognitive Belastung und verschiedene Störfaktoren als herausfordernd. Dem gegenüber überwiegen die wahrgenommenen Chancen: Peer-Learning, Förderung sozialer Kompetenzen, Lernen nach Kompetenzen und gesteigerte Lernmotivation.
Als unterstützende Hilfsmittel nennen die Lehrkräfte neben dem Peer-Learning vor allem strukturierende Rituale, klare Lernarrangements sowie Unterrichtsmethoden wie Stationsarbeit und Wochenpläne, welche zum kontinuierlichen Unterrichtsfluss beitragen.
Educational assessment practices substantially shape the educational trajectories of students with migration backgrounds and can, under certain conditions, contribute to the reproduction of social hierarchies by privileging dominant cultural and linguistic capital. Informed by Mecheril’s theorization of schools as sites of norm production in migration societies and Prengel’s concept of non-degrading, participatory pedagogy, this thesis investigates how structural arrangements and pedagogical approaches in Austria and Finland condition the fairness of grading for migrant students. It examines grading not as a neutral technical procedure but as a relational and inherently political practice embedded in broader power relations.
Methodologically, the study adopts a mixed-methods design that combines a systematic literature review, practitioner-based inquiry in Austrian schools, and empirical classroom observations and interviews in a Finnish university-affiliated training school. This design enables an analysis of how meritocratic ideals, migration-related diversity, and ethical claims to inclusion intersect in assessment practices. The findings indicate that in Austria, early tracking, a strong reliance on standardized German language proficiency, and the uneven integration of intercultural and migration pedagogical perspectives in teacher education can restrict the potential for equitable assessment. In Finland, by contrast, delayed tracking, systematic use of formative assessment, language-aware curricula, and multi-professional collaboration tend to support more inclusive grading practices that better accommodate learners’ diverse linguistic repertoires and developmental trajectories, although these advantages are mediated by institutional resources and local conditions.
The thesis argues—drawing on Prengel’s ethics of recognition and Mecheril’s critique of deficit-oriented constructions of the “Other”—that enhancing fairness in grading requires coherent, system-wide reform that aligns assessment policies, teacher education, and school culture with principles of social justice. In particular, the integration of multilingual assessment practices, including translanguaging-oriented approaches, is discussed as a means of enabling more valid demonstrations of subject knowledge and responding to UNESCO’s call for inclusive, linguistically responsive education. Advancing equity in grading is thus shown to depend not only on individual teacher dispositions but also on sustained institutional and policy commitments to diversity-aware, reflexive, and participatory assessment regime.
Auswirkungen verbesserter Informationsdarstellungen von Deutsch-Lehrbücher im Primarstufenbereich
(2025)
Betrachtet man den aktuellen Stand wissenschaftlicher Literatur zur Typografie, so sieht man deutlich, dass ihre Relevanz in Fragen der Lesbarkeit unumstritten ist. Ironischerweise findet diese Auseinandersetzung gerade im Bezug auf Leseanfänger und -anfängerinnen bzw. im Kontext der Pädagogik der Primarstufe noch kaum statt. Diese Arbeit unterwirft das Schulbuch einer (typo-)grafischen Analyse und versucht, damit einen Teil zur Schließung dieser Forschungslücke beizutragen.
Classroom Management
(2025)
Ziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, wie Lehrpersonen in der Volksschule Aspekte des Classroom Managements einsetzen, um Unterrichtsstörungen vorzubeugen und angemessen darauf zu reagieren. Die Forschungsfrage lautet: Welche Aspekte des Classroom Managements werden von Lehrpersonen in der Volksschule zur Prävention und Intervention von Unterrichtsstörungen herangezogen?
Unterrichtsstörungen zählen zu den größten Herausforderungen im schulischen Alltag und beeinträchtigen sowohl den Lernprozess als auch das Unterrichtsklima. Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, wirksame Präventions- und Interventionsstrategien zu identifizieren, die im Rahmen des Classroom Managements eine erfolgreiche Unterrichtsgestaltung ermöglichen.
Im theoretischen Teil werden grundlegende Begriffsklärungen, Ursachen und Formen von Unterrichtsstörungen erarbeitet sowie zentrale Konzepte des Classroom Managements vorgestellt. Anschließend werden praxisnahe Ansätze zur Störungsprävention und zum professionellen Umgang mit schwierigen Unterrichtssituationen erläutert.
Der empirische Teil basiert auf qualitativen Leitfadeninterviews mit vier Volksschullehrpersonen. Die Auswertung erfolgt mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz. Ziel ist es, praxisbezogene Einblicke in konkrete Handlungsmuster zu gewinnen und zentrale Strategien herauszuarbeiten, mit denen Unterrichtsstörungen in der Volksschule begegnet werden kann.
Diese Masterarbeit untersucht die Bedeutung von Kleinschulen für ländliche Gemeinden am Beispiel von Schnepfau, Bersbuch und Warth in Vorarlberg. Auf Basis qualitativer Interviews mit Eltern, Lehrpersonen und Bürgermeistern wird gezeigt, dass Kleinschulen weit über ihre Bildungsfunktion hinauswirken. Sie stärken Gemeinschaftsgefühl und Identität, verknüpfen Schule mit der Lebenswelt der Kinder und fördern soziales Lernen im jahrgangsübergreifenden Unterricht. Zugleich entstehen besondere Herausforderungen für Lehrkräfte. Der Erhalt von Kleinschulen ist eng mit Familienfreundlichkeit, Attraktivität und Zukunftsfähigkeit der Gemeinden verbunden.
Die vorliegende Masterarbeit untersucht schulische Förderkonzepte für Schüler:innen mit psychosozialen und sozial-emotionalen Belastungen im deutschsprachigen Raum. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass diese Zielgruppe im Bildungssystem häufig unzureichend berücksichtigt wird, insbesondere wenn keine formale Diagnose vorliegt. Ziel der Arbeit ist es, bestehende Fördermodelle in Österreich, Deutschland und der Schweiz vergleichend zu analysieren und deren Wirksamkeit unter strukturellen, professionsbezogenen und pädagogischen Bedingungen zu bewerten. Theoretisch basiert die Arbeit auf einem erweiterten Verständnis des Psychosozialen als Wechselwirkung individueller psychischer Prozesse mit sozialen Kontextfaktoren. Diese Perspektive wird durch das bio-psycho-soziale Paradigma und das ökologisch-systemische Entwicklungsmodell von Bronfenbrenner vertieft, die kindliches Verhalten im Zusammenspiel von Person und Umwelt begreifen. Ergänzend werden bildungstheoretische Ansätze von Comenius, Rousseau, Pestalozzi und Humboldt herangezogen, um die normativen Grundlagen von Bildung, Teilhabe und Förderung zu reflektieren. Die Ergebnisse zeigen, dass in allen drei Ländern der Zugang zu schulischer Unterstützung eng an diagnostische Klassifikationen gebunden ist. Schüler:innen mit psychosozialen Belastungen ohne formale Zuweisung bleiben häufig institutionell unversorgt. Wirksam erweisen sich hingegen multiprofessionelle und sozialraumorientierte Förderansätze, die Beziehung, Prävention und Teilhabe ins Zentrum stellen. Die Arbeit schließt mit bildungspolitischen und professionsbezogenen Implikationen für eine inklusive Schulentwicklung, die psychosoziale Belastungen als legitimen Bestandteil pädagogischer Verantwortung begreift.
Wo entstehen strukturelle, kulturelle und sprachliche Missverständnisse, die die Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften, Schüler:innen und Eltern beeinträchtigen? Ein speziell entwickeltes Weiterbildungskonzept für Lehrkräfte an deutschen Schulen verknüpft wissenschaftliche Erkenntnisse mit Unterrichtserfahrungen ukrainischer Lehrkräfte in Deutschland. Es beleuchtet zentrale Herausforderungen schulischer Integration und bietet praxisnahe Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Integration.
Auswirkungen des Lockdowns von März bis Juni 2020 auf Kinder mit türkischem Migrationshintergrund
(2025)
Der folgenden Forschungsarbeit liegen persönliche sowie berufliche Erfahrungen zugrunde, welche den Ausgangspunkt dieser wissenschaftlichen Überlegungen bilden. Diese Erfahrungen zeigen, dass Kinder mit türkischem Migrationshintergrund bereits im alltäglichen Schulleben oft mit Schwierigkeiten, wie zum Beispiel sprachliche Barrieren, konfrontiert sind. Die dazukommende COVID-19 Pandemie stellte eine, nicht nur temporäre, spezielle Herausforderung für die Gesellschaft und den Schulbetrieb dar. Die Kinder mit türkischen Wurzeln waren davon besonders betroffen. Ziel dieser Arbeit war es, den Ist-Zustand von möglichen Auswirkungen der Pandemie zu erfassen, zu analysieren und in einer Bestandsaufnahme aufzuzeigen, in welchen Dimensionen die Schwierigkeiten für diese Kinder auftraten. Die Hauptforschungsfragen, die in dieser Arbeit untersucht wurden, lauten wie folgt: Wie hat sich der "Lockdown" der Schulen während der COVID-19 Pandemie im März bis Juni 2020 auf Kinder mit türkischem Migrationshintergrund ausgewirkt? In welchen Dimensionen sind diese Auswirkungen ersichtlich? Durchgeführt wurde eine Analyse, die sich an der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring orientiert. Die Datenerhebung wurde über Leitfadeninterviews durchgeführt. Die Transkriptionsregeln für das Transkribieren der Daten sowie das Einarbeiten in das MAXQDA-Programm wurden nach Kuckartz durchgeführt, weil es sich dabei um ein schnelles und einfach erlernbares Set von Transkriptionsregeln handelt, sowie auch die Aufbereitung der Daten mittels eines Computerprogrammes problemloser möglich waren. Die anschließende Ergebnisdarstellung sowie das zusammenfassende Auswerten und Vergleichen der Daten und Kategorien wurden wieder nach Mayring durchgeführt. Die Ergebnisdarstellung umfasst drei unterschiedliche Perspektiven, die der Lernenden, der Lehrperson und der Eltern der SchülerInnen. Die SchülerInnen geben am Ende noch einen Ausblick über Verbesserungsmöglichkeiten, die im Falle eines weiteren Distance-Learnings ihre Lernsituation erleichtern würde.
Wie kann die Schule der Zukunft als ein Ort gestaltet werden, der die Schüler:innen auf vielfältige Weise unterstützt, befähigt und inspiriert, um sie optimal auf die Anforderungen einer sich wandelnden Welt vorzubereiten? Die Schule der Zukunft ist gefordert einen ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen, der nicht nur Wissen, sondern auch persönliche und soziale Kompetenzen fördert. Dabei ist es entscheidend, Schüler:innen als aktive Gestalter:innen ihres eigenen Lernens zu sehen und sie zu ermutigen, ihre Interessen zu verfolgen, Herausforderungen anzunehmen und sich für die Gesellschaft einzusetzen. Für die Gestaltung einer Schule der Zukunft bedarf es einer Verständigung über konkrete Visionen und Leitbilder.
Von Anfang an aktiv
(2024)
Partizipativer Unterricht fördert nicht nur Wissen, sondern die Persönlichkeitsentwicklung von Schülerinnen und Schülern. Dieser Artikel zeigt am Beispiel der Methode „Klassenforum“ auf, wie Lehrkräfte durch gezielte Unterrichtseinstiege Schülerinnen und Schüler ganzheitlich an ein Themengebiet heranführen und aktivieren können. Als Ordnungsschema zur didaktischen Planung sozialer, emotionaler, körperlicher und intellektueller Faktoren bietet die SEKI-Skala Lehrkräften eine praxisnahe Orientierungshilfe.