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Im Interview: Ersan Ballı
(2025)
Sprachliche Bildung ist zentrale Aufgabe der Schule, um allen Schülerinnen und Schülern das Erreichen fachlicher Bildungsziele zu ermöglichen. Das Lehr- und Lernvideo „Sprache als Schlüssel“ sieht sich als Angebot für Lehrende in der Pädagog:innenbildung, um angehende und in der Praxis stehende Lehrpersonen für die Bedeutung eines Gesamtkonzepts zur Sprachenbildung mit all seinen Facetten zu sensibilisieren.
Obwohl die Bildungsstandards, die Lehrpläne sowie Fachliteratur eine Einbeziehung von Mehrsprachigkeit in den Unterricht einstimmig fordern, bieten approbierte Lehrwerke nur wenige und zugleich recht unterschiedliche Vorschläge dazu, wie dieses heute so wichtige Thema im Deutsch- und DaZ-Unterricht gewinnbringend, d. h. im Sinne der Förderung eines Sprach(en)bewusstseins, einbezogen werden kann.
Der Begriff „Input“ beschreibt in diesem Zusammenhang die sprachlichen Handlungen, die ein Kind in seinem Umfeld – sei es im familiären oder im institutionellen Kontext – von seinen Bezugspersonen erfährt. Dabei spielen die Qualität und die Quantität des Inputs, dem die Kinder ausgesetzt sind, bzw. den sie erfahren, eine große Rolle, da von diesem die Entwicklung der sprachlichen Kompetenzen abhängt und direkt beeinflusst wird. Das Bewusstmachen dieser Abhängigkeit sowie der weiterführenden Konsequenzen im (schulischen) Leben ist unabdingbare Voraussetzung für ein Umdenken bei der Planung und Umsetzung sprachförderlicher Maßnahmen in institutionellen, pädagogischen Einrichtungen.