370 Bildung und Erziehung
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Die Erstellung einer Schulhomepage als kooperativer Prozess am Beispiel der Volksschule Schoppernau
(2026)
Die digitale Öffentlichkeitsarbeit von Schulen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Schulhomepages nehmen dabei eine zentrale Rolle als Informations- und Kom-munikationsplattform ein. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Entwicklung ei-ner Schulhomepage an der Volksschule Schoppernau als kooperativen Prozess zu planen, umzusetzen und zu evaluieren. Methodisch basiert die Arbeit auf einem qualitativ-formativ ausgerichteten For-schungsdesign. Hierzu wurden Interviews mit den Lehrpersonen geführt sowie eine anschließende Evaluation der erstellten Webseite durch die Eltern mittels Fragebogen durchgeführt.
Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere die Einbindung der Lehrpersonen, eine klare Strukturierung der Inhalte und eine benutzerfreundliche Gestaltung entscheidende Erfolgsfaktoren darstellen. Die Evaluation durch die Eltern bestä-tigt eine überwiegend positive Wahrnehmung der entwickelten Schulhomepage. Die Arbeit verdeutlicht, dass eine kooperative Herangehensweise wesentlich zum Erfolg der Homepageentwicklung beiträgt und als Modell für andere Schulen dienen kann.
Kurzfilme sind wie Gedichte
(2025)
Metaphern sind ein essenzieller Bestandteil unserer Sprache und prägen unser Denken. Doch wie nehmen Kinder die metaphorische Bildsprache wahr? Diese Masterarbeit untersucht das Metaphernverständnis von Volksschulkindern anhand des animierten Kurzfilmes Float (2019).
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, zu verdeutlichen, dass Filme als moderne Ausdrucksform ebenso wirkungsvoll im Schulunterricht eingesetzt werden können wie Gedichte. Sie bieten eine kreative und vielseitige Möglichkeit, sprachliche und emotionale Kompetenzen zu fördern. Durch die Analyse des metaphorischen erständnisses von Kindern, anhand des Kurzfilmes Float, wird deutlich, dass filmische Erzählweisen tiefgehende Reflexionen und emotionale Zugänge ermöglichen – ähnlich wie poetische Texte. Dies unterstreicht das Potenzial von Filmen, den Unterricht damit nicht nur zu bereichern, sondern ihn auch zeitgemäß und abwechslungsreich zu gestalten.
Um die Forschungsfrage, welche Mehrdeutigkeitspotenziale sowohl im Medium Film als auch bei Schülerinnen und Schülern der Grundstufe II zu finden sind, beantworten zu können, werden drei methodische Ansätze der qualitativen Forschung kombiniert.
Die Ergebnisse zeigen, dass Volkschulkinder ein erstaunlich differenziertes Verständnis für bildsprachliche Elemente entwickeln können. Zudem sind sie in der Lage, kritisch über zentrale Themen des Filmes, wie soziale Anpassung, Freiheit und individuelle Identität, zu reflektieren. Auch offenbart die Analyse ein Spannungsfeld zwischen Identifikation mit der Hauptfigur und dem Bewusstsein für gesellschaftliche Erwartungen.
As we are writing the introduction to this special issue we are looking back on the online summer semester 2020, which has profoundly and perhaps lastingly impacted how we do American Studies, not least by pushing us to embrace digital technologies to an extent unimaginable half a year ago. Did we really need a viral pandemic to provide the necessary push for some of our colleagues to become (more) digitally naturalized? Of course not. On the other hand, we would have appreciated practical guidelines and offers of technical support for our digital teaching ideas (as most universities have provided them in the last months) much earlier. Yet, most of these offerings were merely technological or only contained a list of tools available. How can we think critically about our tools, and how can we implement them successfully?
Obwohl digitaler Textverarbeitung heutzutage eine enorme Bedeutung zukommt und die Vermittlung entsprechender Kompetenzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz curricular verankert ist, bilden empirisch fundierte Konzepte zum Tastaturschreiben im deutschsprachigen Raum weitgehend ein Desiderat. International liegen jedoch Studien vor, die belegen, dass eine gezielte Förderung die Tastaturschreibfertigkeiten erhöhen und positive Effekte auf Rechtschreibung und Textproduktion haben kann. An diesen Ergebnissen setzt das D-A-CH-Projekt Didaktik des Tastaturschreibens und der Textverarbeitung (TasDi) an: Es zielt im Kern darauf, Lernmodule für das Tastaturschreiben zu entwickeln und zu evaluieren, die auf evidenzbasierten Erkenntnissen der Schreib- und Rechtschreibdidaktik aufbauen. Die länderübergreifende Perspektive ist aufschlussreich, da die schulische Implementierung des Tastaturschreibens im D-A-CH-Raum unterschiedlich fortgeschritten ist. In der ersten Phase des Projekts, die im Beitrag im Zentrum steht, erfolgt u.a. eine Analyse existierender Tastaturschreiblehrgänge. Diese zeigt, dass bisherige Lehrgänge v.a. an schreibmotorischen Prinzipien orientiert sind und durch eine schreib- und rechtschreibdidaktische Profilierung profitieren können.
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern forschendes Lernen im naturwissenschaftlichen Sachunterricht der Primarstufe dazu beitragen kann, dass Schüler:innen ihr Wissen auch außerhalb des schulischen Kontextes erweitern. Im Zentrum steht die Frage, ob experimentelle Lernangebote sowie außerschulische Lerngelegenheiten dazu führen, dass Kinder naturwissenschaftliche Phänomene im Alltag aufgreifen und weiterdenken.
Auf theoretischer Ebene werden zentrale Konzepte des forschenden Lernens, des Experimentierens, des naturwissenschaftlichen Lernens, des außerschulischen Lernens sowie des Transfers dargestellt und miteinander verknüpft. Dabei wird deutlich, dass insbesondere die Verbindung von handlungsorientierten Lernformen, Reflexion und lebensweltlichen Bezügen als Voraussetzung für nachhaltige Lernprozesse gilt.
Die empirische Untersuchung folgt einem Mixed-Methods-Ansatz und kombiniert Fragebögen, Interviews und Beobachtungen.
Die Ergebnisse zeigen, dass experimentelle Lernformen als motivierend erlebt werden und insbesondere das eigenständige Experimentieren als bedeutsam wahrgenommen wird. Gleichzeitig erfolgt der Transfer von schulischen Erfahrungen in den Alltag nicht bei allen Schüler:innen gleichermaßen.
Insgesamt verdeutlichen die Ergebnisse, dass forschendes Lernen ein hohes Potenzial für naturwissenschaftliche Bildungsprozesse bietet, jedoch gezielte didaktische Maßnahmen erforderlich sind, um nachhaltige Lernprozesse sowie deren Transfer zu unterstützen.
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Anwendungsmöglichkeiten und Akzeptanz von Künstlicher Intelligenz (KI) im schulischen Alltag aus der Perspektive von Lehrpersonen sowie die Frage, inwieweit sich Unterricht mithilfe solcher Technologien und Tools planen lässt. Im einleitenden theoretischen Teil werden zentrale Begriffe wie KI, Machine Learning und Deep Learning klar abgegrenzt, Potenziale und Grenzen diskutiert und Rahmenmodelle auf ihre Bedeutsamkeit für die Lehrer:innenbildung übertragen. Im empirischen Teil werden qualitative Interviews mit fünf Lehrpersonen geführt und ausgewertet, um Einblicke in den aktuellen Gebrauch, Hemmnisse und Fortbildungsbedarfe zu gewinnen. Dabei wurde das deduktive Verfahren nach Mayring ausgewählt und die Interviews und Aussagen der Interviewpartner:innen wurden dementsprechend in Kategorien zugeordnet. Dabei wurde recht klar, dass die Verwendung von KI unter Lehrpersonen aktuell eher eine Nebenrolle spielt. Aufgrund dessen wurde nach dem empirischen Teil eine „kleine Handreichung“ erstellt, welche Lehrpersonen verwenden könnten, um sich selbst an KI-Tools anzutasten und diese in ihren Unterricht zu integrieren. Erste Befunde zeigen Interesse an individualisierten Fördermöglichkeiten, gleichzeitig jedoch Unsicherheit im Umgang und Bedarf an gezielten Schulungen zum Prompt-Engineering und zur kritischen Nutzung von KI. Die Arbeit kommt zum Schluss, dass KI-Werkzeuge die Unterrichtsplanung sinnvoll unterstützen können, ihre Potenziale jedoch nur unter fachlich-didaktischer Reflexion und begleitender Fortbildung voll ausgeschöpft werden.
Diese Masterarbeit untersucht die Potenziale und Grenzen der Montessori-Pädagogik im Kontext des österreichischen Regelschulsystems. Ziel der Studie ist es, zu analysieren, inwiefern dieses reformpädagogische Konzept kindzentrierten Unterricht fördert und welche Herausforderungen bei der Umsetzung im schulischen Alltag entstehen. Im Rahmen der empirischen Untersuchung wurden vier qualitative Interviews mit Lehrpersonen durchgeführt, die über eine abgeschlossene Montessori-Ausbildung verfügen und die Grundprinzipien dieser Pädagogik aktiv in ihrem Unterricht anwenden. Alle befragten Lehrpersonen arbeiten im Regelschulkontext, orientieren sich jedoch in unterschiedlichem Ausmaß an der Montessori-Pädagogik. Dadurch konnten vielfältige Perspektiven auf Chancen und Grenzen der Implementierung gewonnen werden. Auf Grundlage theoretischer Analysen und empirischer Ergebnisse konnten zentrale Erfolgsfaktoren identifiziert werden. Die Befunde zeigen, dass die Prinzipien der Montessori-Pädagogik insbesondere Individualisierung, Selbstständigkeit, handlungsorientiertes Lernen und intrinsische Motivation begünstigen. Gleichzeitig erschweren strukturelle Rahmenbedingungen – wie große Klassen, enge curriculare Vorgaben und begrenzte Ressourcen – eine konsequente Umsetzung im Regelschulkontext. Die Arbeit liefert praxisnahe Erkenntnisse, die Impulse für die Weiterentwicklung kindzentrierter Unterrichtsformen geben und dazu beitragen können, lernförderliche und partizipative Schulumgebungen nachhaltig zu gestalten.
Influencing each other
(2019)
Seit 2007 gibt es die jährliche weltweite Umfrage über die besten „Learning Tools“ des Centre for Learning & Performance Technologies. Bis 2015 belegte Twitter in dieser Studie über die 100 besten Tools für das Lernen jeweils den ersten Platz. 2016 wurde das Ranking auf 200 Tools erhöht und 2017 wurden verschiedene Kategorien eingeführt. Im Bereich „Personal Professional Learning“ landete Twitter 2018 auf dem dritten von 200 Plätzen (Hart, 2019).
Der steigende Lehrpersonenmangel führt zu unterschiedlichen Wegen der Professionalisierung weitab vom klassischen Lehramtsstudium und beschäftigt damit Bildungspolitik, Gesellschaft und Lehrer*innenbildung. Die vierte Tagung in der Reihe „Wie viel Wissenschaft braucht Lehrer*innenfortbildung?“ stellte eben diese Wege der Professionalisierung in den Mittelpunkt.
Der klassische und lineare Weg in das Lehramt umfasst ein Studium, das in theoretischen und praktischen Anteilen auf den Beruf – die Profession – vorbereitet. Darauf folgt eine Berufseinstiegsphase, die international verschieden realisiert wird. Danach obliegt die Professionalisierung der Eigenverantwortung der Lehrkräfte: Informelle und professionsrelevante Aktivitäten am Arbeitsplatz sowie die Nutzung formaler Fort- und Weiterbildungsangebote setzen eine hohe Selbstorganisation und eine entsprechende Motivation der Lehrkräfte voraus.
Lesen als Kulturtechnik ist eine wichtige Schlüsselkompetenz, die im Rahmen des Erstsprachunterrichts gut abgesichert werden muss. Da Kinder mit unterschiedlichen Vorläuferfertigkeiten in die Schule kommen, resultieren daraus immer häufiger Lautsynthese- und -analyse-Schwierigkeiten. Nach Erkenntnissen aktueller lerntheoretischer Forschungen ist auch der Leselernprozess als handlungsorientierter Prozess zu sehen. Unter Einfluss neurowissenschaftlicher Erkenntnisse der „Embodied Cognition“ versteht die Autorin daher das Lesen (lernen) als einen „Embodied Reading“-Prozess. Der folgende Beitrag versucht am Beispiel des fachdidaktischen Konzepts KUL® darzulegen, inwiefern Forschungen im Bereich der Neurowissenschaften sowie der Sprachwissenschaften genutzt werden können, um die Bedeutung „multimodalen Inputs“ anhand visueller und motorischer Artikulationshilfen für das Lesenlernen herauszustreichen. Die Umsetzung multimodaler (Lese-)Lernhilfen erfolgt bei KUL® durch den Einsatz von Mundbildern sowie artikulatorischer und motorischer Gesten. Einen besonderen Stellenwert hat die Lautsprache – also das bewusste Sprechen von Lauten und Wörtern, weshalb relevante Aspekte der deutschen Phonematik1, mit Fokus auf das deutsche Lautprinzip – in den didaktischen Übungsformen berücksichtigt werden. Der Vorschlag eines stufenweisen Kompetenzaufbaus soll die Relevanz gut abgesicherter Vorläuferfertigkeiten für den Schriftspracherwerb untermauern, um schließlich darauf aufbauende körperbasierte Übungen des Konzepts KUL®, deren Umsetzung auch gut im Primarstufenunterricht möglich ist, exemplarisch darzulegen.
Spielerisches Lernen kann Spaß am Mathematiklernen merklich erhöhen. In diesem Artikel stellen wir zwei design-basierte Forschungsprojekte vor, die durch den Einsatz von Spielelementen im Mathematikunterricht der Sekundarstufe dieses Ziel erreichen. Nach einem kurzen theoretischen Überblick zu Game-based Learning und Gamification im Unterricht werden aufbauend auf fachlichen und fachdidaktischen Überlegungen das Design (1) eines analogen Krimidinners als Rollenspiel zur mathematikhistorischen Problemstellung der Winkeldreiteilung und (2) eines digitalen Lernpfades zur Höhenbestimmung mit dem Försterdreieck beschrieben. Aus den Ergebnissen der Studien werden zentrale Design-Prinzipien abgeleitet, die für die Erstellung weiterer derartiger Lerndesigns herangezogen werden können. Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass die exemplarischen Lernspielgelegenheiten einen gewinnbringenden Beitrag zur Förderung von Motivation und Spaß im Fach Mathematik leisten können.
Kinder lieben es, ihr Lieblingsbilderbuch immer wieder anzuschauen, vorgelesen zu bekommen und darüber zu reden. Sie freuen sich jedes Mal aufs Neue über bestimmte Passagen und können den Text bald auswendig mitsprechen. Durch diese intrinsische Motivation und die hohe Aufmerksamkeit lernen die Kinder wie von alleine und ohne Stress Wörter, deren Bedeutung und richtige Aussprache und grammatikalische Strukturen in einem für sie inhaltlich interessanten Kontext. Was so beim Bilderbuchlesen alles automatisch geschieht, klingt doch wie der perfekte Sprachunterricht und das könnte er – wenigstens teilweise – auch sein!
Dieser Text versteht sich als Einführung zu den folgenden sieben didaktischen Aufsätzen. Sie wurden von Lehrpersonen verfasst, die im Jahr 2016 gemeinsam am Lehrgang „Didaktik der deutschen Sprache“ teilgenommen haben. Die Beiträge zeigen die große Heterogenität der Effekte von Bildungsmaßnahmen – auch wenn diese durch Curricula geregelt und somit normiert sind – auf jeden einzelnen Lernenden. Die Verschiedenartigkeit dieser Beiträge soll aber auch Anlass sein, allgemein über ein Phänomen nachzudenken, das der tägliche Unterricht mit sich bringt, nämlich dass gleiche Informationen bei Lernenden unterschiedliche Resultate hervorbringen: Vorwissen, Vorerfahrungen, Neugier und Interesse bestimmen grundlegend, wie der Input verstanden und verarbeitet wird. Die Besonderheit dieser Beiträge ist, dass sie Zeugnis davon geben, wie stark subjektive Theorien auch dann wirken, wenn, wie hier, alle Teilnehmerinnen durch den Lehrgang zu einem Perspektivenwechsel in ihrer Wahrnehmung von Sprache und Schrift gezwungen waren und neue didaktische Prämissen entwickeln mussten.
Gegenstand des Beitrags ist eine Analyse von Aufgaben in Schulbüchern für das Fach Deutsch in der Primarstufe und der Sekundarstufe I. Aufgaben nehmen eine mittelnde Position zwischen dem Sachgegenstand und den SchülerInnen ein, insofern als über das Material – in unserem Fall Lern- und Übungsaufgaben – bestimmte Kompetenzen erworben werden sollen. Hlebec (2015) betont, dass in einem induktiv ausgerichteten Unterricht den Aufgaben ein besonderer Stellenwert zukommt; umso überraschender ist sein Befund, dass das Thema Aufgaben in der Grammatikdidaktik bisher kaum Beachtung gefunden hat. Ziel unserer Analyse ist die Überprüfung von Aufgaben zur Wortartenkategorisierung im Hinblick auf die Qualitätsmerkmale, Standardorientierung und Gegenstandsorientierung (Behrens et al., 2014). Dabei wird untersucht, (i) inwiefern die Lerngegenstände den fachwissenschaftlichen Standards entsprechen, (ii) welche Kompetenzen bzw. welches Wissen durch die Bearbeitung der Aufgaben erworben wird und (iii) ob die Lernaufgaben den Erwerb der in den Bildungsstandards angezielten Kompetenzen ermöglichen.
2008 erfolgte der Start für eine Intensivierung der Politischen Bildung in Zusammenhang mit der Senkung des Wahlalters auf 16. Die Befähigung
der jungen Menschen zu kompetenter Partizipation im Bereich des Politischen lautete die Zielvorgabe. Die Ausbildung der LehrerInnen im Sinne einer Professionalisierung der Politischen Bildung sollte mit dieser Intention Schritt halten. Inwieweit diese Absicht von Erfolg gekrönt ist, thematisiert der folgende Beitrag.
Eigentlich müsste man meinen, dass es ziemlich einfach sei, über „Freundschaft“ zu schreiben. Jedem von uns ist klar, was „Freundschaft“ ist, wird sie doch in vielen literarischen und musikalischen Formen ausführlich gepriesen und gewürdigt.Jedoch: „Die einfachsten Dinge sind oft die schwersten.“ (Peter Bichsel)
Diesem Motto Peter Bichsels aus seinen „Kindergeschichten“ folgend, ahnt man, dass die Sache so einfach denn nun doch wieder nicht ist. Wir wissen wohl um die Bedeutung von Freundschaft im Allgemeinen. Kinderfreundschaften entziehen sich aber allein schon wegen der schwierigen Erfassungs- und Erhebungsmethoden – besonders bei kleineren Kindern – weitgehend der wissenschaftlichen Erforschung. Hier hakt eine Bachelorarbeit der PH Vorarlberg von Sophie Soltani
(2012) ein. Mittels selbst entwickelter Bildkarten wurde ein Erhebungsinstrument entwickelt, das zu zum Teil überraschenden Erkenntnissen über Kinderfreundschaften führte.
Individuum gegen Ö-Norm
(2016)
Der vorliegende Text entstand als Beitrag für den Sammelband zum Thema „Schwierige SchülerInnen im Kunstunterricht“, erschienen in der Schriftenreihe Medien – Kunst – Pädagogik, Band 7, Flensburg University Press, 2013. Die Texte sollten sich an Studierende der Kunsterziehung richten. „Was mache ich mit schwierigen bzw. unmotivierten SchülerInnen im Kunstunterricht?“ lautete die Forschungsfrage, sie bildet den Ausgangspunkt zu dieser Arbeit. Neben einer Reihe an unterschiedlichen Aspekten – sie werden im Verlauf des Textes ersichtlich – stellte sich die Frage nach dem Umgang mit Individualität im BE-Unterricht klar in den Vordergrund der Diskussion
Das Konzept des Cooperativen Offenen Lernens fußt auf den drei Grundprinzipien des Daltonplans (Freedom, Co-operation, Budgeting Time) und wird an jedem Schulstandort an die jeweiligen Gegebenheiten angepasst und weiterentwickelt. Im Mittelpunkt steht die Haltung der an der Schule beteiligten Akteure. Die Eckpfeiler in der praktischen Umsetzung des Konzeptes sind: -- Kooperation der Lehrer/innen in Klassenlehrer/-innenteams -- Ermöglichung von offenen Arbeitsphasen für Schüler/innen -- Methodenvielfalt – inkl. der Einbindung von
eLearning -- Begleitung bei der Reflexion von Lernprozessen,u.a. durch Verwendung formativer Methoden der Leistungsbewertung -- regelmäßige Klassenratssitzungen Im folgenden Beitrag werden zunächst die Grundsätze von COOL dargestellt, anschließend wird die konkrete Umsetzung an zwei Vorarlberger Schulen beschrieben. Die Autorin ist langjähriges Mitglied im Impulse-Centre for Co-Operative Open Learning und begleitet in dieser Tätigkeit laufend Schul- und Unterrichtsentwicklungsprojekte.
Am Nachmittag des 3. Bildungssymposiums “Begabungen fördern - Chancen eröffnen” gingen die zahlreichen Teilnehmer/innen den Fragen nach der konkreten Umsetzung der Begabungsförderung auf den Grund. Möglichkeiten dazu boten sich in drei Workshops, die von Expertinnen des Österreichischen Zentrums für Begabtenförderung und Begabungsforschung (ÖZBF) aus Salzburg angeboten wurden. Die zahlreichen Teilnehmer/innen aus verschiedensten Schultypen konnten zwischen einem didaktischen, einem analytischen und einem entwickelnden Workshop wählen.
Von 1998 bis 2012 war der Verfasser Leiter einer bilingualen Privatschule (Englisch und Deutsch als gleichwertige Unterrichtssprachen). Diese Schule umfasste sämtliche Schulstufen von der Volksschule bis zur Matura und war konzeptionell als gemeinsame Schule der 6 bis 15-jährigen geführt. Nach der 9. Schulstufe wechselte ein Großteil der Schülerinnen und Schüler in die Berufsausbildung, für die anderen fand der Übertritt in die gymnasiale Oberstufe fließend entweder nach der 8. oder der 9. Schulstufe statt. Die Schule war gemäß ihrem Motto „Stärken radikal" ressourcenorientiert, die bestmögliche persönliche Entwicklung jedes und jeder einzelnen stand im Mittelpunkt der pädagogischen Bemühungen, allfällige Schwächen oder Defizite der Schüler/innen hatten so gut wie keinen negativen Einfluss auf deren schulisches Fortkommen. Das Unterrichtsmodell „Lernen unter Selbstkontrolle“ (Guttmann, 1990) im Besonderen und die gezielte Berücksichtigung von lernpsychologischen Erkenntnissen im Schulalltag im Allgemeinen gewährleisteten eine schnelle und nachhaltige Aneignung des Lernstoffs in Form von Kerninformationen. Regelmäßige kontemplative Phasen sowie angstreduzierende, persönlichkeitsstärkende und ressourcenaktivierende Maßnahmen schufen ein stressfreies, entspanntes und trotzdem leistungsorientiertes Lernklima. Eine wichtige Besonderheit im pädagogischen Konzept der Schule stellte die sogenannte „Individuelle Projektarbeit“ dar, eine fest in den Stundenplan verankerte Arbeitsform, in der die Schüler/innen alleine oder in Gruppen ein selbstgewähltes Thema bearbeiteten, ihre Arbeitsergebnisse schriftlich zusammenfassten, in öffentlichen Vorträgen präsentierten und laufend ihre Arbeitsfortschritte reflektierten und dokumentieren.