Institut für Primarbildung und Lernentwicklung
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Wie Kinder die Sonne sehen
(2026)
Obwohl astronomische Phänomene wie Tag und Nacht oder die Jahreszeiten einen festen Bestandteil der Lebenswelt von Kindern darstellen und im Sachunterricht der Volksschule eine wichtige Rolle spielen, zeigen viele Schüler/innen Schwierigkeiten beim Verständnis dieser Zusammenhänge. Besonders die eingeschränkte direkte Beobachtbarkeit sowie die notwendige räumliche Vorstellung führen häufig zu kindlichen Alltagsvorstellungen, die von wissenschaftlichen Erklärungen abweichen. Im Rahmen dieser Masterarbeit wurde daher eine forschend gestaltete Unterrichtsreihe entwickelt, die Kindern einer dritten Volksschulklasse ermöglichen sollte, astronomische Phänomene durch Beobachtungen, Modelle und eigenes Ausprobieren zu erkunden. Gleichzeitig sollte untersucht werden, welche Vorstellungen Kinder bereits vor der Unterrichtsreihe zu den Themen Tag und Nacht sowie Jahreszeiten mitbringen, inwiefern sich diese durch den Unterricht verändern, beziehungsweise weiterentwickeln und in welchen Bereichen trotz des Unterrichts weiterhin Fehlvorstellungen bestehen bleiben. Zur Datenerhebung wurden standardisierte Fragebögen, Zeichnungen der Kinder sowie Beobachtungen aus den Unterrichtseinheiten eingesetzt. Die Ergebnisse zeigen, dass viele Kinder bereits vor dem Unterricht eigene Vorstellungen zu astronomischen Phänomenen besitzen, die teilweise nicht mit wissenschaftlichen Erklärungen übereinstimmen. Besonders die Entstehung der Jahreszeiten stellte für viele Schüler/innen eine Herausforderung dar. Gleichzeitig konnten Veränderungen und Weiterentwicklungen der Vorstellungen beobachtet werden. Vor allem handlungsorientierte Zugänge sowie der Einsatz von Modellen erwiesen sich dabei als unterstützend für das Verständnis astronomischer Zusammenhänge.