Institut für Primarbildung und Lernentwicklung
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Aktuelle bildungspolitische Veränderungen speziell für das Schulfach lebende Fremdsprache in Österreich – Aufwertung des Fremdsprachenunterrichts zu einem Pflichtgegenstand in der 3. und 4. Schulstufe, Einführung der Grundkompetenzen GK4 sowie die Überarbeitung der Lehrpläne für die Primar- als auch Sekundarstufe – rücken den Übergang von der Primar- in die Sekundarstufe in den Fokus der fachdidaktischen Forschung. Zahlreiche Studien zeigen, dass die Herausforderungen des Übergangs vor allem in der fehlenden Differenzierung im Fremdsprachenunterricht der Sekundarstufe, im mangelnden Wissen der Lehrpersonen über die andere Schulform, in der fehlenden Kommunikation/Kooperation der beiden Schulformen sowie in der unterschiedlichen Unterrichtsgestaltung liegen. Eine Möglichkeit, diesen Herausforderungen zu begegnen, kann in einer gemeinsamen Lehrveranstaltung für Studierende der Primar- und Sekundarstufe liegen. Aus diesem Grund wurden im Rahmen einer Pilotstudie in einem Workshop an der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg studienübergreifend fachdidaktische Inhalte vermittelt und die Akzeptanz dieser gemeinsamen Lehrveranstaltung anhand eines Fragebogens erfasst. Die Ergebnisse zeigen eine hohe Akzeptanz seitens der teilnehmenden Studierenden und lassen somit auf das Potential einer gemeinsamen Lehrveranstaltung schließen.
Internationale Bildungskooperationen können einen wertvollen Beitrag zur Professionalisierung der Ausbildung von Lehramtsstudierenden leisten. In diesem Artikel wird ein Schulpraxisprojekt am Beit Berl College, Israel, vorgestellt, im Rahmen dessen Erasmus-Studierende der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg das innovative Unterrichtsdesign Mehrsprachiges Lesetheater kennenlernten und mit Schüler*innen der 5.Schulstufe praktisch erprobten. Die qualitative Evaluierung des Projekts mittels Fragebögen weist darauf hin, dass das Mehrsprachige Lesetheaterprojekt Aladdin’s Lamp positive Auswirkungen auf den Prozess des Fremdsprachenlernens der Schüler*innen hatte und gleichzeitig den teilnehmenden Studentinnen die Gelegenheit bot, ihre pädagogischen, sprachlichen und didaktischen Kompetenzen zu erweitern und wertvolle Erfahrung im Unterrichten der Fremdsprache Englisch in einem mehrsprachigen Setting zu sammeln. Der vorliegende Beitrag will Lehrende und Studierende ermutigen, die Chancen der gemeinsamen Lehre, Praxis und Forschung mit internationalen Partneruniversitäten verstärkt zu nutzen.
Schulgärten sind Lernorte, an denen Schüler*innen nicht nur ihr Wissen aufbauen, sondern in besonderem Maße auch Werte und Einstellungen sowie Kompetenzen entwickeln können, die für ein nachhaltiges Agieren in der Gesellschaft notwendig sind. In der vorliegenden Studie wurde mittels Online-Fragebogen die Beschaffenheit von Schulgärten, die unterrichtlichen Ziele der schulgärtnernden Lehrpersonen sowie die der Schulgartenarbeit entgegenwirkenden Probleme an Vorarlbergs Schulen erhoben. Die Ergebnisse aus 78 Fragebögen (25% Rücklauf) erlauben keine endgültigen Rückschlüsse auf die Gesamtsituation der Vorarlberger Schulgärten. Dennoch zeigt sich, dass mehr als die Hälfte dieser Schulen die Chancen und Möglichkeiten eines Schulgartens in vielfältiger Weise nutzen. Bei den verfolgten Bildungszielen stehen häufig Ziele der Bildung für nachhaltige Entwicklung, die Produktion von Nahrungsmitteln inklusive der dafür nötigen Kulturtechniken sowie die Förderung von Sozial- und Selbstkompetenzen der Schüler*innen im Vordergrund. Als hauptsächliche Hürde für die Schulgartenarbeit wird vor allem die dafür benötigte Zeit angegeben. Wünschenswert wäre eine starke Förderung von Schulgärten, sodass deren Zahl in Vorarlberg weiter zunimmt. Dafür bedarf es guter Konzepte, aber vor allem auch die langfristige Bereitstellung der benötigten Ressourcen.
Mobbing in der Volksschule? Prävention und Intervention am Beispiel der Bildungsregion Vorarlberg
(2022)
Lange Zeit hat sich die Mobbingforschung an Schulen auf den Bereich der weiterführenden und höheren Schulen beschränkt. Jüngere Studien zeigen allerdings, dass Mobbinghandlungen bereits in der Elementar- und Primarstufe zum Alltag der Kinder gehören. Nach der Auseinandersetzung mit der diffizilen Rolle der Lehrperson innerhalb des Mobbing-Geschehens soll die Bedeutung von Mobbingprävention und gezielter Intervention anhand aktueller Forschungsergebnisse allgemein erläutert und diskutiert werden. Besonderes Augenmerk soll dabei auf das Mehr-Ebenen-Programm „Konflikt-KULTUR“ gelegt werden. Schließlich soll gezeigt werden, wie sich die Bildungsregion Vorarlberg durch den Einsatz der seit dem Schuljahr 2018/19 eingerichteten Koordinationsstelle Mobbing diesem komplexen und hochaktuellen Thema annimmt.
Im nachfolgend beschriebenen Unterrichtskonzept wird die Idee von Same Language Subtitling (SLS) aufgegriffen, adaptiert und für den Erstleseunterricht im ersten Grundschuljahr nutzbar gemacht. In einem Kooperationsprojekt mit der Praxisschule der PHV wurde das Unterrichtskonzept im Schuljahr 2020/21 pilotweise von einer Klassenlehrperson umgesetzt und erprobt und von der Autorin fallanalytisch ausgewertet. Dadurch können die Praxistauglichkeit und Entwicklungsmöglichkeiten des Konzepts beschrieben und aufgezeigt werden.