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Schwyz hat als erster Schweizer Kanton in sämtlichen Primarschulen (4.–6. Klasse) Tastaturschreiben eingeführt, wie das im neuen Lehrplan 21 vorgesehen ist. Dabei wurde ein umfassendes Konzept für die Umsetzung erstellt und auf ein webbasiertes Lernprogramm gesetzt. Die Pilotierung fand im Sommer 2018 ihren Abschluss und wurde drei Jahre lang forschend begleitet. Die hohe Zufriedenheit der Lehrpersonen, der dokumentierte Lernerfolg und die Ausweitung auf bislang zwölf weitere Kantone geben dem Konzept recht und bilden die Basis für weitere vergleichende Forschungsvorhaben.
Obwohl digitaler Textverarbeitung heutzutage eine enorme Bedeutung zukommt und die Vermittlung entsprechender Kompetenzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz curricular verankert ist, bilden empirisch fundierte Konzepte zum Tastaturschreiben im deutschsprachigen Raum weitgehend ein Desiderat. International liegen jedoch Studien vor, die belegen, dass eine gezielte Förderung die Tastaturschreibfertigkeiten erhöhen und positive Effekte auf Rechtschreibung und Textproduktion haben kann. An diesen Ergebnissen setzt das D-A-CH-Projekt Didaktik des Tastaturschreibens und der Textverarbeitung (TasDi) an: Es zielt im Kern darauf, Lernmodule für das Tastaturschreiben zu entwickeln und zu evaluieren, die auf evidenzbasierten Erkenntnissen der Schreib- und Rechtschreibdidaktik aufbauen. Die länderübergreifende Perspektive ist aufschlussreich, da die schulische Implementierung des Tastaturschreibens im D-A-CH-Raum unterschiedlich fortgeschritten ist. In der ersten Phase des Projekts, die im Beitrag im Zentrum steht, erfolgt u.a. eine Analyse existierender Tastaturschreiblehrgänge. Diese zeigt, dass bisherige Lehrgänge v.a. an schreibmotorischen Prinzipien orientiert sind und durch eine schreib- und rechtschreibdidaktische Profilierung profitieren können.