Das Churermodell
- In der vorliegenden Masterarbeit mit dem Titel „Das Churermodell – Ein Wegweiser inklusiver Unterrichtsentwicklung im Umgang mit Heterogenität in der Grundschule“ wird untersucht, wie Lehrpersonen das Churermodell in ihrem Unterricht umsetzen. Zudem wird analysiert, wie sie die Gestaltung inklusiver Lernsettings in heterogenen Klassen dabei erleben und welche Chancen sowie Herausforderungen sich daraus für die Unterrichtspraxis ergeben. Vor dem Hintergrund einer hohen Heterogenität in Grundschulklassen (Schnebel et al., 2025) gewinnt die Gestaltung inklusiver Lernumgebungen an Bedeutung, die sowohl die individuelle Förderung als auch das gemeinsames Lernen ermöglichen. Das Churermodell wird in diesem Zusammenhang als ein Ansatz verstanden, der offene Lernarrangements und selbstständiges Lernen in den Mittelpunkt stellt (Lutz & Thöny, 2024). Methodisch basiert die Arbeit auf einer qualitativen Untersuchung, in deren Rahmen Leitfadeninterviews mit Lehrpersonen durchgeführt wurden, die bereits Erfahrung mit der Umsetzung und Anwendung des Churermodells haben. Die Interviews dienen dazu, subjektive Einschätzungen zur Anwendbarkeit und Wirksamkeit des Churermodells sowie zur professionellen Weiterentwicklung im Umgang mit Heterogenität und Inklusion zu erfassen. Die Auswertung der erhobenen Daten erfolgt mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Kuckartz und Rädiker (2024). Zur Einordnung der Ergebnisse werden zu Beginn der Masterarbeit die theoretischen Grundlagen zu Heterogenität, inklusiver Unterrichtsentwicklung und dem Churermodell dargestellt. Die Ergebnisse zeigen, dass das Churermodell von Lehrpersonen als Unterstützung für individualisierte Lernprozesse von SchülerInnen und eine stärkere SchülerInnenorientierung wahrgenommen wird. Gleichzeitig spielt die professionelle Handlungskompetenz der Lehrperson eine zentrale Rolle, insbesondere Erfahrungen im Umgang mit heterogenen Lerngruppen sowie die Bereitschaft, traditionelle Unterrichtsstrukturen zu verändern.
- In the present master’s thesis entitled „Das Churermodell – Ein Wegweiser inklusiver Unterrichtsentwicklung im Umgang mit Heterogenität in der Grundschule“, the aim is to examine how teachers implement the „Churermodell“ in their classroom practice. Furthermore, it analyses how they experience the design of inclusive learning settings in heterogeneous classrooms and what opportunities as well as challenges arise for instructional practice. Against the background of a high degree of heterogeneity in primary school classrooms (Schnebel et al., 2025), the design of inclusive learning environments is gaining increasing importance. In this context, the “Churermodell” is understood as an approach that focuses on open learning arrangements and independent learning (Lutz & Thöny, 2024). Methodologically, the study is based on a qualitative research design in which semi-structured interviews were conducted with teachers who already have experience in implementing and applying the “Churermodell”. The interviews aim to capture subjective assessments of the applicability and effectiveness of the “Churermodell” as well as insights into teachers’ professional development in dealing with heterogeneity and inclusion. The data were analysed using qualitative content analysis according to Kuckartz and Rädiker (2024). To contextualise the findings, the theoretical foundations of heterogeneity, inclusive instructional development, and the “Churermodell” are presented at the beginning of the thesis. The results show that the “Churermodell” is perceived by teachers in particular as supporting individualised learning processes for students and promoting a stronger student-centred approach. At the same time, teachers’ professional competence plays a central role, especially experience in dealing with heterogeneous learning groups, as well as the willingness to change traditional instructional structures.
| Author: | Lisa Schabmann |
|---|---|
| Subtitle (German): | Ein Wegweiser inklusiver Unterrichtsentwicklung im Umgang mit Heterogenität in der Grundschule. |
| Publisher: | Pädagogische Hochschule Vorarlberg |
| Advisor: | Martina Bianca Ott |
| Document Type: | Master's Thesis |
| Language: | German |
| Date of first Publication: | 2026/06/01 |
| Publishing Institution: | Pädagogische Hochschule Vorarlberg |
| Granting Institution: | Pädagogische Hochschule Vorarlberg |
| Release Date: | 2026/07/22 |
| Tag: | Lernprozess; inklusiver Lernumgebungen; offene Lernarrangements |
| GND Keyword: | LernumweltGND; Selbstgesteuertes LernenGND; LernenGND; UnterrichtsformGND; Inklusion <Soziologie>GND |
| Page Number: | 110 |
| Institutes: | Institut für Primarbildung und Lernentwicklung |
| Dewey Decimal Classification: | 3 Sozialwissenschaften / 37 Bildung und Erziehung / 371 Schulen, schulische Tätigkeiten; Sonderpädagogik |
| Licence (German): | Bundesgesetz über das Urheberrecht an Werken der Literatur und der Kunst und über verwandte Schutzrechte (Urheberrechtsgesetz) |


