Erstklässler entdecken die Orthographie als Hilfe für das Rechtlesen und Rechtschreiben Vorstellung des Schriftsprachstrukturierenden Konzeptes PALOPE
- Der Schriftspracherwerb ist fast 20 Jahre nach PISA noch immer in aller Munde. Dazu tragen nicht zuletzt die Veröffentlichung jeweils neuer Untersuchungsergebnisse der vergangenen Jahre bei, die zwar zwischendurch minimale positive Veränderungen, für 2016 aber eine erneute Verschlechterung vermelden konnten. Über die Ursachen des weiterhin geringen Erfolgs seit 2000 lassen sich trotz der Zunahme der Untersuchungen immer noch nur Vermutungen an stellen. Der folgende Beitrag fragt nach dem Anteil, den die unterrichtliche Präsentation des Bezugs zwischen der gesprochenen und der geschriebenen Sprache, ein wesentlicher Faktor beim schriftsprachlichen Lernen, an diesen Resultaten haben kann. Die Tatsache, dass diese zentrale Frage erst in den vergangenen Jahren gestellt wird, lässt viele Gründe annehmen. Einer wird sein, dass bis vor einiger Zeit ein anderer didaktischer Weg des Lesen- und Schreibenlernens als der tradierte unvorstellbar war. Seit Beginn der 90er Jahre werden jedoch alternative Modellierungen diskutiert. Sie nehmen Resultate der Kognitionsforschung auf, die belegen, dass Lernen nur dann gelingen kann, wenn es an bereits erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten der Kinder anschließt und so ein regelbasiertes Lernen ermöglicht. Eine gegenstandsbezogene Entsprechung dieser Resultate bietet die Schriftforschung, der es gelungen ist, Schrift als ein nahezu ausnahmefreies System darzustellen. Entsprechend diesen unterrichtsrelevanten Resultaten wurde von uns, basierend auf einem Schriftsprachstrukturierenden Konzept, ein Lehrwerk entwickelt, das den Kindern ermöglicht, ihre Spracherfahrungen zu systematisieren und diese Systematik für ein kontinuierliches Erarbeiten von Wissen über deutsche Wörter, Sätze, Texte sowohl für das Lesen und Schreiben als auch für das Hören und Sprechen zu nutzen. Seit 2016 wird dieses Lehrwerk, das diese Hinführung zur Schrift, damit auch den Ausbau des sprachlichen Wissens und Könnens der Kinder zum Ziel hat, erprobt. Das Konzept wird im Folgenden in seinen Grundzügen durch die Darstellung der Erarbeitung von Wörtern exemplarisch dargestellt.
| Author: | Christa Röber, Rafaela Häusle, Magdalena Berchtold |
|---|---|
| Parent Title (German): | F&E Edition |
| Series (Serial Number): | F&E Edition (25) |
| Publisher: | Pädagogische Hochschule Vorarlberg |
| Document Type: | Article |
| Language: | German |
| Year of Publication: | 2019 |
| Release Date: | 2023/10/04 |
| Tag: | Schriftsprachstrukturierenden Konzeptes PALOPE |
| GND Keyword: | RechtschreibungGND; SchriftspracheGND; LesenGND; LeseverhaltenGND; LernenGND; GrundschuleGND; VolksschuleGND |
| Issue: | 25 |
| Article Number: | 106 |
| Page Number: | 14 |
| First Page: | 47 |
| Last Page: | 60 |
| Institutes: | Institut für Primarbildung und Lernentwicklung |
| Dewey Decimal Classification: | 3 Sozialwissenschaften / 37 Bildung und Erziehung / 372 Primar- und Elementarbildung |
| Licence (German): | Creative Commons - CC BY-NC-SA - Namensnennung - Nicht kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International |


